Verein für Heimat und Kultur Kernen im Remstal




 
 



 

Glockenkelter

Foto: Jürgen Lieb

Ausstellung : Fremde Gassen – Die neue Heimat erfassen

Ein Heimatvertriebener aus dem Sudetenland landet 1947 in Stetten. Er muss den neuen Lebensraum erst kennenlernen. Sein Talent und seine Freude am Zeichnen und Skizzieren helfen ihm dabei. Und so entstehen bis 1952 weit über 100 Skizzen der neuen Heimat, diesem beschaulichen, bäuerlichen Dorf und seiner Umgebung.

Viele Jahre später entdeckt der Enkel, der ebenfalls einige Jahre in Stetten lebte und aufwuchs, den Schatz. Es entsteht der Gedanke, mit diesen Bildern über teils längst vergangene Dorfansichten eine Ausstellung zu gestalten.

Wir vom Heimatverein haben diesen Gedanken gerne aufgegriffen. Und so zeigen wir bis zum 29. Juli an jedem Sonntag die Ausstellung

"Fremde Gassen – Die neue Heimat erfassen".

von 15 bis 18 Uhr. Im August bleibt das Museum geschlossen, bevor am 9. September die neue Dauerausstellung eröffnet wird.

 

 

 


Hangweide : Dokumentation

Unser Projekt, den Wohnplatz Hangweide als Teil der Diakonie Stetten mit persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen von Zeitzeugen filmisch festzuhalten, nimmt allmählich Formen an. Bei unserer kleinen Auftaktveranstaltung zu diesem Projekt haben wir bereits viele interessante und teils sehr emotionale Eindrücke und Erlebnisse von den Zeitzeugen erzählt bekommen.

Um nun weiter möglichst viele, zu spezifischen Themenbereichen passende Schilderungen zu erhalten, wollen wir mit drei Themenabenden fortfahren.

1. Themenabend am 17.07.2018 um 19 Uhr in der Begegnungsstätte in Rommelshausen, Haus Edelberg – Thema: Entwicklung der Pflege und Betreuung

Wir suchen Menschen, die uns etwas über das Wohnen und Arbeiten auf der Hangweide erzählen, Mitarbeiter, die die Bewohner mit erhöhtem Betreuungsaufwand betreut haben.

Von wann bis wann haben Sie dort gearbeitet? Haben Sie sich bewusst für die Hangweide entschieden? Was war das Besondere dort zu arbeiten, zu wohnen? Die Lage im Grünen zwischen den beiden Ortsteilen Stetten und Rommelshausen war etwas Besonderes, wie hat das auf Sie gewirkt?

Diese Lage und der Zaun, war es eher Schutz, eher Gefängnis? Der zweite Zaun als Trennung zwischen männlichen und weiblichen Bewohnern? Die sonntäglichen Ausflüge nach Rommelshausen aber auch die Besucher auf dem Anstaltsgelände, was gibt es da zu berichten? Wie war das Miteinander aller Menschen? Wie viele Menschen wohnten und arbeiteten auf der Hangweide? Zu Beginn – am Hochpunkt – zuletzt?

Im Kontext mit den ursprünglichen Gebäuden geht es hierbei um das Herausfinden von Bedeutung, Sinnhaftigkeit und Nutzung des Ortes. Dies alles zu erfassen ist Teil des „Genius loci“, dem Geist des Ortes. Gab es diesen schon früher oder wird er wie gerade genannt erst durch die Sinnhaftigkeit der Nutzung geschaffen? Wie kann er aufrechterhalten werden? Schließlich war die Hangweide das erste europäische Projekt in dieser Art. Was macht in Zukunft Sinn, die Aufgaben und Zielrichtungen in der Betreuung ändern sich. Was kommt nach der Inklusion?

2. Themenabend: Dienstag, 24.07.2018 um 19 Uhr in der Begegnungsstätte in Stetten, St.-Pierre-Platz

Thema: Innere bauliche Entwicklung und Wohnen und Arbeiten für Mitarbeiter. Wir suchen Menschen, die sich mit den Gebäuden auf der Hangweide auskennen und die uns etwas über die innere bauliche Entwicklung der Hangweide erzählen. Informationen über die Gebäude, die es schon auf der Hangweide gab, bevor die Diakoniegebäude im Jahr 1958 errichtet wurden, deren Nutzung bevor sie Zug um Zug abgerissen wurden. Die Gebäude, die den Standort Hangweide der Diakonie Stetten begründet haben (Kirchsaal, Bewohner- und Mitarbeiterhäuser).

Wer war bei der Errichtung beteiligt, wer hat die Anlage geplant und welche Handwerksfirmen haben ausgeführt? Was hat es mit den Zäunen auf sich? Es folgen bauliche Veränderungen nach 1958, dem Abriss des Wahlerschen Gebäudes, den Neubauten in den 70er Jahren wie dem Lutzhaus, dem Werkstätten- und Kantinengebäude oder das Therapiezentrum samt Hallenschwimmbad. Ende 1990 kamen die Anna-Kaiser-Häuser dazu, warum wurden genau dort die Menschen mit den höchsten Betreuungsanforderungen untergebracht? Wie war das mit dem Hochwasser im Jahr xy? Welche Bedeutung hatte die Gärtnerei? Wie war das mit der technischen Ausrüstung und dem Betrieb der Gebäude?

Mögliche Fragen, deren Antworten uns über die chronologische Abfolge einen analytischen Überblick über das Gebaute und deren Bedeutung erfahren lassen. Wir sind gespannt mehr darüber zu erfahren.

Uns interessiert es auch, wie es für die Mitarbeiter war, die in der Hangweide gewohnt haben. Wie war es dort zu leben? Wie waren die Beziehungen in die Ortsteile? Wie war das Leben für die Kinder?

Zusätzlich gab es auf der Hangweide ja auch Werkstätten, die Gärtnerei und ein Schwimmbad. Hier ist interessant, wie es für die Mitarbeiter dort war, die nicht aus direkt aus der Pflege gekommen sind.

3. Themenabend: Dienstag, 31.07.2018 um 19 Uhr in der Begegnungsstätte in Stetten, St.-Pierre-Platz

Thema: Politische Zusammenhänge mit der Gemeinde bzw. den beiden Orten Stetten und

Rommelshausen. Wir suchen Menschen und Entscheidungsträger, die uns von den wichtigsten politischen Entscheidungen im Kontext der Hangweide erzählen. Die Lage auf damals Rommelshäuser Grund aber der Betreiber ist aus Stetten? Wie war die Zusammenarbeit zwischen Kommunalpolitik und der Diakonie Stetten? Welche Bedeutung hatte das für die damaligen Orte Stetten und Rommelshausen? Gab es wichtige politische Entscheidungen, die einen Wandel erzeugt haben und/oder wurde umgekehrt betrachtet eine politische Entscheidung wegen einem Wandel notwendig? Wie entstand die Unterführung? Welche weiteren wichtigen Entscheidungen gab es, oder waren notwendig?

Die Antworten sollen politische Zusammenhänge verdeutlichen, um deren Wichtigkeit in Bezug auf Sinnhaftigkeit, Lebensdauer und Nachhaltigkeit erfassen zu können.

Sicherlich haben wir wichtige Gedanken und Fragen hier nicht beschrieben. Doch genau darum geht es uns: Das Wichtige und das Einmalige der Hangweide für folgende Generationen festzuhalten.

Wenn Sie sich von einem der Themen angesprochen fühlen, kommen Sie doch am entsprechenden Termin vorbei!

Ebenfalls bitten wir Sie, diese Einladung an mögliche weitere an diesem Projekt interessierte Menschen (Freunde, Bekannte, Mitarbeiter etc.) weiterzuleiten.

Die Hangweide hat Vergangenheit, die wir im Sinne des Ortsgedächtnisses festhalten und dazu mit den Zeitzeugen einen Film erstellen möchten. Dafür suchen wir Menschen, die zum Interview bereit sind. Daher haben wir vor, die Erzählungen auch an diesen Abenden mit Tonband aufzuzeichnen. Im Film werden auch Namen und Fotos veröffentlicht. Wenn Sie dies nicht möchten, bitten wir Sie, uns dies mitzuteilen.

Wir freuen uns, Sie begrüßen zu dürfen, und sollten Sie vorab Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich gerne an uns.


Fotos von der Besichtigung der Hangweide am 21. April 2018 im Rahmen der Bürgerbeteiligung hier!

Die Flipchartblätter von der 2. Veranstaltung der Bürgerbeteiligung sehen Sie hier.ste


Lebensraum Kernen 2018

Im Jahr 2018 steht ein großes Projekt in Kernen an: Die Entwicklung der Hangweide ist ein zukunftsweisendes Projekt für die Gemeinde. Die neue Planung für 7,8 ha kann die Einwohnerzahl der Gemeinde um mehr als 10 % erhöhen. Hierzu wird eine Bürgerbeteiligung angekündigt. Im Jahr 2018 dürfen wir mitreden, was in den nächsten drei Jahren von anderen entwickelt wird und danach gebaut wird.

Unsere derzeitigen Gedanken beschäftigen sich mit der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in Ortsentwicklungsprozessen. Wir wollen aufzeigen, was die Weiterentwicklung der Hangweide für die Gemeinde bedeutet. Welche Auswirkungen wird die neue Bebauung der Hangweide für uns alle haben? Wir wollen auch darüber nachdenken, welchen Rahmen wir uns für eine Bürgerbeteiligung vorstellen. Ein demokratischer Bauprozess endet nicht mit den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld. Denn diese Wünsche stehen nicht auf einer Liste, aus der andere heraussuchen, was sie umsetzen wollen.

Der Entwicklungsprozess der Hangweide geht uns an. Wir werden unsere Veranstaltungsreihe auch in diesem Jahr mit detaillierten Themen fortsetzen. Wollen auch Sie keinen Termin verpassen, dann schreiben Sie uns eine Email.


Damit Sie stets über unsere aktuelle Arbeit und alle Termine informiert sind, werden wir ab sofort einen regelmäßigen "Newsletter" erstellen. Dieser Newsletter soll unsere Mitglieder und alle an unserer Arbeit Interessierten über aktuelle Themen und unsere Projekte unterrichten. Sie erhalten künftig interessante Informationen und Bilder aus Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft unseres Heimatortes Kernen! Deshalb unsere Bitte, schicken Sie uns einfach eine Email an Heimatverein-Kernen@gmx.de mit dem Stichwort "Newsletter".


 

Gesucht: Historische Aufnahmen vom Milchhäusle Rommelshausen

Um sich ein möglichst realistisches Bild von der Vergangenheit machen zu können, sind historische Fotos von unschätzbarem Wert. Viele dieser Fotos schlummern noch in Alben und Foto-Kisten. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, diese Fotos digital zu erfassen, zu archivieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bitte unterstützen Sie uns dabei mit Ihren historischen Ortsaufnahmen von Rommelshausen oder Stetten.

Bild: Gustav Käfer

Das Milchhäusle im Rommelshausen, ca. 1932. Bild: Gustav Käfer

Aus aktuellem Anlass suchen wir historische Aufnahmen des Milchhäusles oder dessen Umgebung. Gerne auch Fotos von der davor in der Waiblinger Straße installierten Milchannahme im Hause Schneider. Sie erhalten die Fotos nach der Digitalisierung unverzüglich wieder zurück.

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!


Besuchen Sie uns auch auf Facebook!